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«Menschenunwürdiger Zustand»
Dienstag 9.
Januar 2007, 18:00 Uhr
Berlin (ddp-bln).
In Berlin ist erneut ein Fall von Kindesvernachlässigung aufgedeckt
worden. In einer völlig verwahrlosten Wohnung im Stadtteil Marzahn
trafen Beamte am Montagabend die 39-jährige Mutter sowie ihre sechs
Kinder im Alter von 5, 8, 12 sowie 16, 17 und 18 Jahren sowie eine
zweijährige Enkelin an, wie ein Polizeisprecher sagte. Fünf der Kinder
wurden dem Kindernotdienstes übergeben. Nach Angaben des Bezirksamts
bleiben sie nach Absprache mit der Mutter vorerst in Obhut des
Jugendamtes.
Nach Polizeiangaben war der Zustand der Wohnung menschenunwürdig und
gesundheitsschädlich. In der Fünf-Zimmer-Wohnung seien nur zwei Räume
«unter Anlegung eines großzügigen Maßstabs einigermaßen bewohnbar»
gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Überall fanden sich verdorbene
Lebensmittel, gefüllte Mülltüten und verschimmelte Essensreste. Es
konnten weder frische Lebensmittel noch gebrauchsfähige Hygieneartikel
entdeckt werden.
Der untapezierte Flur war den von besorgten Nachbarn alarmierten
Ermittlern zufolge mit Bekleidung und verdorbenen Lebensmitteln gefüllt.
Auch habe sich die Tür zu einem Zimmer nicht bewegen lassen, da sich auf
dem Boden Bekleidungstücke bis zu einer Höhe von etwa 50 Zentimetern
auftürmten. In der Küche lagen auf dem Boden Essensreste und auf den
Arbeitsflächen verdorbene Lebensmittel sowie verdreckte Töpfe, an deren
Rändern tote Fliegen klebten. Das Fachkommissariat für Delikte an
Schutzbefohlenen beim Berliner Landeskriminalamt führt die weiteren
Ermittlungen.
Die Jugendstadträtin von Marzahn-Hellersdorf, Manuela Schmidt (Linkspartei.PDS),
sagte, das Jugendamt sei im Gespräch mit der Mutter übereingekommen,
dass die minderjährigen Kinder zunächst in der Obhut der Behörde
bleiben, bis in «Ruhe und ohne emotionale Aufgeregtheit für alle eine
professionelle Lösung gefunden worden ist». Die 39-Jährige habe
eingesehen, dass sie Hilfe benötigt und wolle mit dem Jugendamt
zusammenzuarbeiten.
Nach Angaben Schmidts wurden die Frau und ihre Kinder bis Mai 2006 über
einen Zeitraum von drei Jahren von der Familienhilfe betreut. Nachdem
die Situation sich stabilisiert habe, sei die Maßnahme beendet worden.
In der Folgezeit habe es keine Anzeichen für «gravierende Probleme»
gegeben. Auch in den Schulen der Kinder habe es keine Signale für
Defizite gegeben.
In Berlin waren in der Vergangenheit immer wieder Fälle von
Kindesvernachlässigung und -misshandlung aufgedeckt worden. Kurz vor
Weihnachten wurden drei Monate alte Zwillinge aus einer völlig
verwahrlosten Wohnung in Berlin-Pankow befreit. Kurz zuvor waren ein
neunjähriger Junge in Lichtenberg und zwei vernachlässigte Kinder im
Alter von zwei und drei Jahren in Marzahn in verdreckten Wohnungen
entdeckt worden.
(ddp)
Quelle:
Yahoo!-Nachrichten
Dieser Bericht hat uns
sehr betroffen gemacht, und wir sind alle der Meinung, dass es auch
einen Weg aus der Misere heraus gibt ohne Polizei, Jugendamt oder
Gesundheitsamt, und erst recht ohne das öffentlich an den Pranger
stellen in den Medien.
Wir würden uns freuen,
wenn ihr uns helft, das Klara Putzich-Forum etwas mehr publik zu machen.
Im Internet sind wir sind ja bereits an einigen Stellen verlinkt, aber
das findet ja auch nicht jeder,
der nicht gerade unbedingt danach sucht.
Nun hatten wir die
Idee, dass jeder, der Interesse daran und auch die finanziellen Mittel
hat, sich soviel Exemplare unserer "Visitenkarten" ausdruckt wie er kann
und mag und diese dann in seiner Umgebung verteilt, vornehmlich in
Wohnblocks. Dort ist die "Trefferrate" am höchsten.
Wenn ihr Interesse
habt, speichert euch die .pdf-Datei durch Klick auf das Diskettensymbol
ab und druckt es in Graustufen aus, das reicht völlig.
Wir hoffen, dass wir viele Menschen auf diese Art und Weise erreichen,
die genauso arm dran sind wie die arme Frau in dem Bericht.
Vielen Dank im Voraus
für eure Hilfe!
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