kokopellina - Mein Weg aus dem Schlamassel

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Wir Messies haben das mehr oder weniger offensichtliche Problem mit der Ordnung (mess = Unordnung, Chaos), was besonders dadurch entsteht, dass wir aus verschiedensten Gründen zum Horten neigen...

Vieles, was für andere völlig klar ist, ist für uns höchst schwierig. Die Grundsatzfrage z.B. Was ist Müll – was ist brauchbar? stellt uns oft schon vor größte Probleme.
Das hat natürlich ganz vielschichtige Gründe, schließlich sind auch wir alle verschieden.

Messietum ist meiner Meinung nach nicht völlig ablegbar, ich behaupte sogar Messie bleibt Messie, aber wir können einen für uns akzeptablen Weg finden mit unserem Messietum zu leben, wie wir es wollen. Es liegt an uns.

Das offensichtliche Problemfeld ist bei uns oft so groß und unübersichtlich, dass es uns derart in Atem hält oder lähmt, dass wir nicht die Möglichkeit haben auch mal dahinter zu schauen.
Am liebsten wollen wir natürlich erst mal das sichtbare erledigen und machen uns deshalb immer wieder mit Mordsanstrengungen an deren Bekämpfung, aber irgendwie tritt man da halt doch oft auf der Stelle, erleidet heftigste Rückschläge....

Dazu kommt dann noch, dass wir dazu neigen den Fehler nur bei uns zu sehen, was auch von außen gerne noch heftig unterstützt wird. Wir denken es läge nur an unserer Faulheit, unserem Unvermögen.... müssten „doch bloß mal aufräumen“, „uns aufraffen“ o.ä. und befinden uns ganz schnell (wenn nicht immer) in einem Teufelskreis.

Für mich gibt es eigentlich nur einen ganzheitlichen Weg mit dem Messietum zu leben. Das bedeutet, dass viel mehr Punkte berücksichtigt müssen, als äußerlich sichtbar. Es geht nicht nur ums Aufräumen, Messietum geht tiefer.

Der Weg aus dem Schlamassel muss daher eingeteilt werden, in kleine Portionen, die je nach Bedarf gehändelt werden. Portionen, die man seinen Kräften und den auftauchenden Hintergründen anpassen kann.
"Ballast abwerfen", "Aufräumen", "Putzen", "Wäschepflege"... sind fest verbunden mit "Körper und Seele".
Das Umfeld wie Familie, Freunde, Beruf... muss aber auch mit einbezogen werden.

Die optischen „Hau-Ruck-Rettungsaktionen“ kenn ich bis zum Erbrechen, aber langfristig gesehen haben sie nichts gebracht. Es hat sich für mich bewährt lieber langsamer, aber tiefer vorwärts zu kommen und so mein Messietum kennen zu lernen und mit einzubeziehen. Der Weg wird sicherer, je mehr Fallstricke wir kennen und uns merken.

Ich habe für mich das Leben in viele kleine Bereiche unterteilt, zu denen ich mir Aufzeichnungen mache. So ist das Ganze übersichtlicher und variierbar. In einigen Bereichen stelle ich fest, dass es läuft, in anderen kann ich Problemchen ausmachen und wieder andere haben heftige Auswirkungen auf mein Messietum.
Wie auch immer: Stück für Stück fügt sich mein Haufen Puzzleteile zu einem Bild von mir zusammen :)

Wer mag, sollte es gerne auch mal versuchen, ob nun für sich allein oder hier im Forum. Ich kann es nur empfehlen!

© 2006 - heute auf Text und Avatar: kokopellina    (Forummitglied)